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Release tour Germany 2014 for VOYAGE’s new CD:

 G E O G R A P H I A

(click to buy) 

SEE TOUR DATES

 

A kind of “world music” that can not be found on any map

Michal Cohenvoice (Tel Aviv)
Chris Bacas
– soprano,tenor sax (NY)
Stefan Bauer
– vibes/marimba (NY/GDR)
Pepe Berns
– bass (Berlin)
Roland Schneider
drums (Berlin)

Der in Brooklyn lebende Vibraphonist Stefan Bauer umgibt sich für sein Projekt Voyage mit Musikern, die die Vision eines integrierten Ensemble-Klanges teilen und zugleich mit inspirierter Leichtigkeit und Intensität umsetzen. Das Ensemble ist das Format, in dem Bauer die andere Seite seiner musikalischen Persönlichkeit als Komponist und Konzeptionalist am liebsten auslebt, eben im ‘Verein’ mit anderen: farbig, vielfach kombinierbar und als Tutti kraftvoll einerseits, flexibel und interaktiv genug andererseits, um ein Publikum musikalisch mit “auf die Reise“ zu nehmen. Möglichst mit dem Passagier als aktivem Zuhörer.

Die Band

Mit ihrem jemenitischen Timbre und ihren herausragenden melodischen und lautmalerischen Fähigkeiten leistet die bemerkenswerte israelische Sängerin Michal Cohen sowohl als instrumentale Ensemblestimme alsauch als leidenschaftliche, hochemotionale Solistin einen wichtigen Beitrag zum ungewöhnlichen Klang von Voyage. Dem kraftvollen Saxophonisten Chris Bacas, ein Veteran der Big Bands von Artie Shaw, Tommy Dorsey und Buddy Rich, nun eine wichtige Figur vieler ‘cutting edge’ Formationen in New York. Seine mitreissenden Soli sind für Voyage so unerlässlich wie seine ausdrucksstarken musikalischen Dialoge mit der Stimme – prägender Bestandteil der Musik dieses Ensembles. Bassist Pepe Berns beweist als virtuoses Rückgrat fuer diese vielfältige und anspruchsvolle Musik, dass er einer der besten europäischen Bassisten ist. Drummer Roland Schneider vereinigt die Sensibilität eines europäisch geprägten Klangmalers mit der in eineinhalb Jahrzehnten in New York erworbenen Fähigkeit, rhythmisch kräftig zuzupacken. Stefan Bauer, ‘einer der besten Malletspieler der internationalen Szene’ (Percussion Creativ) und ‘einer der originellsten Konzeptionalisten der improvisierten Musik’ (Jazz Podium), rundet mit dynamischem Spiel auf seinen seltenen Intrumenten den aussergewöhnlichen ‘Sound’ von Voyage, und mit subtiler musikalischer Leitung den Eindruck eines interagierenden Ensembles ab.

Die Geschichte

Eine Einladung von Voyage zum Jazzfestival Moers 2006 resultierte in mehreren Tourneen in Deutschland, einer Einladung zum Jazzkaar Festival Estland 2008 (in Kooperation mit dem Goethe-Institut) mit einem denkwürdigen Konzert im Russischen Theater in Thalin, einer weiteren Deutschland-Tour in 2012 mit Unterstützung des Landes NRW, der Automarke Škoda und des WDR (live-Mitschnitt während des Jazzfestivals Hamm).

Die erste CD erschien 2008 unter dem Titel Voyage, die zweite mit dem Titel ‘G E O G R A P H I A’ ist seit November 2013 auf dem europäischen Markt erhältlich (beide JazzHausMusik.de).

Das Konzept

Die Entstehung von Voyage beruht auf einer Einladung zum Jazzfestival Moers 2006 zu Ehren des im Vorjahr verstorbenen Kölner Vibraphonisten Christoph Eidens, dessen Instrument Bauer weiterspielt. Reiner Michalke, der neue künstlerische Leiter, beauftragte Bauer bei einem Besuch in NY dazu, ein Ensemble mit eigener Musik zusammenzustellen. Bei der Suche nach Musikern, die die Idee einer Balance zwischen Ensemblemusik und Soli teilten, dachte Bauer sofort an Chris Bacas, den er von Jam Sessions in Brooklyn kannte. Dort hatte dieser mit seinem leidenschatlichen Spiel “den Laden” aufgemischt. Mit der damals noch in NY lebenden Sängerin Michal Cohen verband ihn ein gemeinsamer Unterrichtsjob beim ‘Singers Forum’ in Manhattan. Im letzten seiner 15 Jahre in NY trafen Drummer Roland Schneider und Bauer sich zu wöchentlichen, freien Duo-Sessions am Brooklyn Conservatory. Bassist Pepe Berns war ihm von seinem musikalischen Mentor, Vibraphonist David Friedman, empfohlen worden. Allen gemeinsam ist die Lust am Gesamtsound, die sich in Bauers, Cohens, Bacas’ und mitunter in  Kompositionen ‘von ausserhalb’ niederschlägt (z.B. aus Indien), aber auch durch sporadische, völlig freie, kollektive Vignetten auslebt. Der Titel Voyage ergab sich intuitiv, sowohl als Bauers Interpretation von Eidens’ viel zu frühem Tod als auch programmatisch für die Musik.

The Leader

Musik als Vehikel für grenzenloses Reisen reflektiert zudem Bauers Vita, die von Wanderlust geprägt ist, musikalisch wie geographisch.  Teilnahme an so diversen Bands wie z.B. Tyree Glenn jr.’s R & B Band (als Posaunist!) verschiedenen von Helge Schneiders Formationen (u.a. als Pianist), dem freieren Konzept von Eckhard Koltermann’s Collage 11, vielen Produktionen, die der rührige WDR-Produzent Ulrich Kurth in den ‘80ern initiierte (Vinnie Golia, Saxophon Mafia, Elima, das Gamelan Projekt, Klaus Koenig Orchester u.a.), dem Trio des M-Base Vorläufers Doug Hammond, der neuen deutsche Welle Band ‘Palais Schaumburg’, der Uli Beckerhoff Group, Christoph Haberer’s zukunftsweisendem Perkussions Ensemble “Drümmele Maa” und vielen anderen hatten Bauer genügend Anregung und Wissen für eigene Projekte geliefert. Z.B die “Stefan Bauer Band” (Matthias Nadolny – ts, Tim Wells – bass, Thomas Alkier – dr) mit ihrer Mischung aus europäischer Harmonik und amerikanischer, groove-geprägter Klangsprache galt jahrelang als ‘Kultband’ des Ruhrgebiets. Gleichzeitig hatten ihm Reisen (oft auf Einladung des Goethe-Institutes) in ferne Länder und musikalische Erlebnisse vor Ort Eindrücke beschert, die sich als zusätzliche, reichhaltige Inspirationsquellen erweisen sollten, wie z.B. dokumentiert auf der CD “Lingo” (Jazzhausmusik.de), die zu einer zweiten Einladung nach Afrika führte. Zu diesem Zeitpunkt bereits Teil deutscher Jazzgeschichte, packte Bauer im Anschluss an eine siebenwöchige Afrika-Tour die Wanderlust. Sie führte ihn zusammen mit seiner äthiopischen Frau nach Kanada, eine spezielle Erfahrung, die nach über einem Jahrzehnt und einigen CD’s in einen weiteren Umzug der Familie nach Brooklyn mündete.  Dort und von dort betreibt Bauer seine musikalischen Reisen, oft und gerne nach Europa.